So bleibt Ihr Hund gesund - Schutzimpfungen


Die beste Versicherung für ein gesundes Hundeleben ist die jährliche Schutzimpfung.
Sie sollte in der 8.-9. und in der 12. Lebenswoche in Form einer doppelten Grundimmunisierung vorgenommen und pro Jahr 1 Mal aufgefrischt werden.

Bei der Impfung werden abgeschwächte Krankheitserreger injiziert, die so ungefährlich sind, dass sie keine Krankheit auslösen, im Körper aber doch eine Immunantwort bewirken, es werden Antikörper gebildet.

Nur in sehr seltenen Fällen nimmt man eine sogenannte„Impfreaktion“ wahr.
Im Körper aber ist die Abwehr gespeichert, und sobald ein Staupe-Virus dem Tier zu nahe kommt, sind die Antikörper zur Stelle.

Ohne Impfung hat ein an einer schweren Seuche infiziertes Tier keine Chance zu überleben.

Voraussetzung für die Impfung ist, dass Ihr Tier völlig gesund, im Idealfall auch entwurmt ist. Der Injektion eines Impfstoffes muss deshalb eine gründliche Voruntersuchung vorausgehen.

Gegen folgende Krankheiten gibt es einen sicheren Schutz:


Staupe
Hepatis ( Leberentzündung )
Parvovirose
Parainfluenza (Zwingerhusten )
Leptospirose
Tollwut

Staupe:

Eine Viruserkrankung, direkt von Hund zu Hund und indirekt über Schuhe, Kleidung, ungewaschene Hände übertragen.

Symptome: Hohes Fieber, Augen-/Nasenausfluss, Futterverweigerung Im weiteren Verlauf unterscheidet man verschiedene Formen dieser schlimmen Seuche:

+ die Darmform mit hochgradigem Durchfall und Erbrechen,
+ die Lungenstaupe mit schwerster Atemwegserkrankung,
+ die Nerven-Form der Staupe mit Krämpfen und Lähmungen,“Staupetick“ bis hin    zum Bewusstseinsverlust

bei der „Hard pad disease“ schließlich verändern sich Pfoten und Nasenspiegels auffallend spröde, trocken und rissig.
Durch die gute Impfpraxis gehört die Staupe zum Glück zu den sehr selten gewordenen Krankheiten, tritt aber immer wieder bei eingeführten Tieren auf.

Hepatitis:

Ansteckende Leberentzündung , Übertragung ähnlich wie beim StaupevirusHohes Fieber, Verweigerung der Nahrungsaufnahme und starke Bauchschmerzen,oft Tod in dieser PhaseIm weiteren Verlauf: Erbrechen, Durchfall, Mandel-, Rachen- und Bindehaut-Entzündung, auch nervöse Störungen.

Parvovirose:


Sehr ernstzunehmende Viruserkrankung vor allem bei Junghunden.
Parvoviren befallen die Dünndarmzotten und schädigen die Schleimhaut so sehr, dass Blut mit dem Durchfallstuhl abgeht. Der zweite Angriffspunkt für Parvo ist der Herzmuskel.
Fieber, höchstgradige Apathie und blutiger Stuhl sowie Herzfehler im Welpenalter deuten auf diese Infektion hin.

Zwingerhusten:

Erkrankung der Atemwege mit trockenem, heftigen Husten, bei der auch andere Viren und Bakterien als das Parainfluenzavirus beteiligt sind.
Diese Erkrankung stellt vor allem dort ein Problem dar, wo viele Hunde auf engem Raum beisammen sind ( „Zwinger“ ), wie zum Beispiel in Tierpensionen, auf Ausstellungen und ähnlichem.

Leptospirose:

Leptospiren finden sich im Harn infizierter Tiere, kommen häufig bei Ratten vor, in Tümpeln und feuchten Böden.
Sie rufen hohes Fieber und Mattigkeit hervor, schädigen Leber und Nieren, und werden über den (mitunter blutigen) Harn ausgeschieden Leptospiren können auch auf den Menschen übertragen werden, was die Impfung umso wichtiger macht!

Tollwut:

Die bekannteste aller Seuchen, die auch für den Menschen eine große Gefahr darstellt.
Alle Säuger sind anfällig für das „Rhabdovirus“.
Die größte Infektionsquelle stellen Füchse dar, die mittels Impfköder vakziniert werden.
Meist nimmt die Tollwut den Ausgang in einem Biss.
Die Erreger finden sich im Speichel und suchen sich im nun angesteckten Tier sofort den Weg zu den Nerven und über eine Nervenbahn zum Gehirn. Wesensänderungen, Speicheln und Aggressivität sind nur einige Symptome dieser fürchterlichen Krankheit.
Tollwut ist meldepflichtig, das heißt, tritt ein Fall auf, wird amtlich dagegen vorgegangen, die Impfung wird dann verpflichtend vorgeschrieben und Wut-Gebiete öffentlich markiert.


Eine Sonderform der Impfungen beim Hund stellt die Borreliose-Impfung dar.
Denn die Borreliose ist keine Hundeseuche im eigentlichen Sinn, sondern wird durch Zecken übertragen.
Diese Erkrankung ist auch beim Menschen bekannt, wo es sich um die am häufigsten durch Zecken übertragene Krankheit handelt.
Borrelien sind Einzeller, die sich besonders zu Nervensystem, Gelenken, Herz und Haut „hingezogen“ fühlen.
Mit dem Biß einer infizierten Zecke gelangen die Erreger in die Blutbahn des neuen Opfers