Dr. Gerlinde Langmayr
Die Kastration von Katze und Kater

 


Bei dieser Operation werden unter Vollnarkose die Keimdrüsen entfernt, beim männlichen Tier die Hoden, beim weiblichen die Eierstöcke und ein Teil der Gebärmutter – im Unterschied zur Sterilisation, der Unterbindung, bei der diese Organe im Körper verbleiben und nur Eileiter bzw. Samenstränge durchtrennt werden.

Ziel des Kastrierens ist nicht nur die „Geburtenregelung“, sondern auch die Eindämmung von Dauerrolligkeit und Markieren, was bei sterilisierten Tieren erhalten bleiben würde.

Bevorzugtes Alter für diesen beim Kater kleinen, bei der Kätzin etwas aufwändigeren chirurgischen Eingriff ist der Eintritt der Geschlechtsreife mit 7-10 Monaten, manche Tierärzte ziehen sogar eine „Frühkastration“ mit wenigen Monaten vor.

Bringen sie Ihre Katze nüchtern in die Ordination . Ihr Tierarzt/Ihre Tierärztin wird sich mittels einer Herz-Kreislaufuntersuchung der risikofreien Narkose vergewissern.

Im Anschluss an die Operation steht Ihre Katze noch für ein paar Stunden auf etwas wackligen Beinen und ist somit verletzungsgefährdet. Halten Sie Ihren Liebling nach Möglichkeit für ein-, zwei Tage im Haus.

Während die postoperativen Schmerzen sich bei den Feliden sehr in Grenzen halten, sind es oft die chirurgischen Fäden zum Wundverschluss, die die (weiblichen) Tiere sehr irritieren.

Da eine Katze natürlich jeden Verband an dieser Stelle in Windeseile zunichte macht, liegt es an Ihnen, Ihr Tier zu beobachten und von übermäßigem Schlecken und Zupfen abzuhalten.

Sollte Ihnen etwas auffallen, was Ihnen Sorge bereitet, so halten sie Rücksprache mit Ihrem Tierarzt.

Grundsätzlich gilt zu sagen, dass es sich um eine Routineoperation handelt ohne Risiko für Ihr Tier.
Die geringe Gefährdung, die eine Vollnarkose mit sich bringt, kann durch eine gründliche Voruntersuchung minimiert werden.

Und Sie werden sehen, schon am nächsten Tag ist Ihre Minki wieder ganz die alte und Schnurli möchte schon wieder Mäusefangen. (Es trifft übrigens nur in wenigen Fällen zu, dass Kater „ruhiger“ werden)