Das Meerschweinchen

Das Meerschweinchen stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Spanische Seefahrer und holländische Kaufleute brachten es vor etwa 450 Jahren nach Europa.
Seinen Namen bekam es, weil seine quiekenden Laute an unsere Hausschweine erinnern. Tatsächlich ist es mit dem Wasserschwein und dem Stachelschwein zoologisch verwandt.
Meerschweinchen gehören zur Ordnung der Nagetiere, werden 22 bis 35 cm groß, 1,1-1,8 kg schwer, ihre Lebenserwartung beträgt 5 bis 10 Jahre. Man findet sie mit den verschiedensten „Frisuren“(Rosetten-, Angorameerschweinchen) und Haarfarben, ihre Lebensweise entspricht die eines Rudeltieres. Sie sollten also im Sinne einer artgemäßen Tierhaltung ebenso wenig alleine gehalten werden wie Kaninchen. Im besten Fall sollte man schon ganz junge, etwa 2 oder 3 weibliche Tiere zusammengesellen, sie werden sich blendend unterhalten. Auch Männchen verstehen sich recht gut, sofern sie früh genug aneinandergewöhnt werden. Eine Mischung der Geschlechter hat natürlich fatale Nachwuchsfolgen, denn ohne Geburtenkontrolle werfen die quirligen Tierchen 4 bis 5 Mal jährlich bis zu 7Junge.

Der Käfig:

Mindestmaß: 80x70x50(Höhe) mit einer ca.15cm hohen Bodenschale, da die Tiere viel in der Einstreu scharren. In jedem Fall soll man seinen Lieblingen Auslauf gewähren, ob im Freien oder in der Wohnung. Im Sommer können sie im Freien gehalten werden, hier muss man einen Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung vorsehen. Statten sie die Behausung mit einem Holzhäuschen zum Verstecken und einer Aussichtsplattform in ca. 15cm Höhe(mit Lauframpe) aus.

Die Fütterung:

Frisches Gras, besonders Löwenzahn und Klee, Salat, Karotten, Obst, trockenes Brot, gutes Heu und frisches Wasser müssen immer angeboten werden, Getreidekörner in Maßen.
Zum Abreiben der Zähne sind Zweige vom Apfelbaum sehr geeignet.

Zum Tierarzt:

Muss ein Meerschweinchen, wenn es wenig oder gar nicht mehr frisst. Kinder lieben es, regelmäßig das Gewicht ihres Schmusetieres zu kontrollieren, und es ist der einzige Weg, sofort eine Gewichtsreduktion zu erkennen, die sehr schnell fatal sein kann für die kleinen Nager. Häufig stecken Zahnfehlstellungen dahinter oder Verdauungsprobleme.
Die quiekenden Vierbeiner haben einen sehr empfindlichen Verdauungstrakt.
In der Heimtierhaltung müssen auch regelmäßig die Krallen gestutzt werden.